Spur Z Freunde Saarpfalz
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letzte Aktualisierung
26.05.2014

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Kofferanlage


Autor: Johann Munz

Nachdem ich mich in 2001/2002 wieder mit der Modelleisenbahn zu beschäftigen begonnen hatte, beschloss ich Ende 2003, mich intensiver mit der Spur Z zu beschäftigen.

„Wieder“ heißt: Im Alter von ca. 13 Jahren hatte ich schon einmal eine Eisenbahn – allerdings Spur H0, die nur auf dem Fußboden aufgebaut wurde. Als mein Sohn etwa genau so alt war wie ich damals, wurde gemeinsam der Versuch gemacht, für seine H0-Eisenbahn eine Landschaft zu bauen. Beide Phasen waren jedoch nur von kurzer Dauer.

Mit diesem Wissen belastet und, weil die Spur Z vom Maßstab her sicher eine Herausforderung darstellen würde, sollte vor der endgültigen Entscheidung für eine dauerhafte Beschäftigung, ein Experiment durchgeführt werden.

Auf dem Weg für meine Entscheidung hatte ich mich mit verschiedenen Themen beschäftigt. So war für mich klar, dass ich gerne Anlagen bauen wollte. Außerdem hatte ich schon des öfteren gesehen, dass für eine Spur Z Landschaft irgendwelche kleinen Behältnisse ausreichten. Es sollte also ein Koffer sein, an dem ich mein Interesse und meine Geschicklichkeit messen wollte.

Im Januar 2004 machte ich mich auf den Weg, um einen geeigneten Reisekoffer zu besorgen. Im Oktober konnte ich den fertigen Koffer – sofern eine Anlage überhaupt jemals fertig sein kann – meinen Arbeitskollegen zeigen. Die waren meine ersten „Opfer“ – abgesehen von der Familie, die ja hautnah am Geschehen beteiligt war. Die Arbeitskollegen wurden deshalb ausgewählt, weil sie mir in einem gesundheitlichen Tief, das in diese Zeit fiel, zusammen mit ihren Genesungswünschen ein Geschenk für mein Hobby gemacht hatten.

koffer koffer_anlage


Fazit: Ich war mit dem Ergebnis des Experimentes sehr zufrieden und bin nicht zuletzt deshalb bei den Spur Z Freunden Saarpfalz gelandet.

Nun noch einige Angaben zum Objekt:

Der Alu-Reisekoffer hat die Maße 77 x 52 cm, was in der Realität 169 x 114 m entspricht. Auf dem eingebauten Rahmen ist eine Sperrholzplatte verschraubt, aus der die Trassen dergestalt ausgesägt sind, dass sie in die benötigten Höhen und Tiefen gebogen werden konnten. Im Hohlraum darunter war genügend Raum, um die elektrische Verkabelung unterzubringen.

Der Gleisplan nutzt die Kofferfläche voll aus. Es gibt ein Außenoval und ein doppeltes Innenoval, die beide jeweils einen Stromkreis darstellen. An der Vorderseite besteht die Möglichkeit des Wechselns vom Außen- in den Innenkreis – quasi in einem Bahnhof, den es allerdings nicht gibt. In diesem „Bahnhof“ stehen in beiden Richtungen je 2 „Ausfahrtsignale“ mit Zugbeeinflussung. Damit die Züge, wenn sie von hinten an die Signale heranfahren, bei „Halt“ nicht stoppen, werden die Signale nach dem Überfahren eines Schaltgleises auf der gegenüberliegenden Seite in der passenden Richtung überbrückt.
 

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Gefahren werden die beiden für den Koffer reservierten Züge analog mit herkömmlichen Märklin Transformatoren. Die komplette Steuerung ist im Kofferdeckel untergebracht. Zu diesem Zweck sind alle Leitungen unter der Anlage auf eine 34-polige Sub-D-Buchse gebündelt. Entsprechend greift die Steuerung im Kofferdeckel die Leitungen ab. Die Steckerverbindung ist erforderlich, damit beim Herausnehmen des einen Teiles nicht auch der andere ausgebaut werden muss. Die externe Stromversorgung erfolgt über ein Kabel, das ebenfalls in Kofferdeckel untergebracht ist. Die Ablagefächer für die abnehmbare Bergspitze sowie für Züge und Werkzeug haben hier auch ihren Platz. Trotzdem ist noch Raum genug für alles, was oberhalb der Platte steht.
 

koffer_deckel


Das Thema des Koffers ist BIER. Er beherbergt einen kleinen Ort mit einem schönen gepflegten Park und einer großen Brauerei.
 

koffer_dorf


Alle Zutaten für Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot stehen zur Verfügung:

    • Wasser (der Ort hat den Namen Quelle)
    • Malz (in Nachbarort gibt es eine Mälzerei, die zum Tag der offen Tür einlädt)
    • Hopfen (direkt hinter der Brauerei liegt ein Feld mit erntereifem Hopfen)
       

koffer_wasser   koffer_malz   koffer_hopfen


Als Transportmittel für den Gerstensaft stehen LKW’s und natürlich ein Bierzug zur Verfügung – und, um den „Kurzen“ nicht zu vernachlässigen, der mancherorts zum Bier gehört, transportiert der ländliche Schienenbus nicht nur Menschen, sondern fährt den Jägermeister durch die Lande.
 

koffer_schibus     koffer_bierzug

Fotos: J. Munz

Modellbaupartner